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Andere Wespen als Untermieterinnen

 
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Andi Roost
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Andi Roost
 

 

 

 

 

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher

Bitte nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und lesen Sie genau was im ersten Teil zur Hornisse bzw. im zweiten zu den übrigen Wespen geschrieben steht. Handeln Sie nicht überstürzt, denn nach einer ersten Beobachtung ist Panik fehl am Platz und die Tötung oder Vertreibung einer einzelnen nicht lästig werdenden Königin oder die Zerstörung ihres bzw. eines Nestes, nicht angebracht!
Sie finden im Anschluss erste Tipps und melden Sie anschliessend Ihre Beobachtung mit Bild der Ansprechperson Ihrer Region oder direkt bei "hornissenschutz.ch - Andi Roost" per eMail.
Herzlichen Dank im Voraus!



Andere sozialen Wespenarten (Meist graue Nester) :

Von März bis etwa Ende Mai

08.04.2016
Königin der Deutschen Wespe baut an ihrer Erstlingswabe in einem Dachstock


27.05.2014
Königin der Sächsischen Wespe baut Nest in einem Gartenschopf


Vor einer einzelnen Königin brauchen wir uns nicht zu fürchten. Sie hängt sehr an ihrem Leben und flieht eher, als das sie selbiges auf' s Spiel setzen würde. Wer also eine Königin bei sich beobachtet - Hornisse oder Wespe, soll dies möglichst rasch melden. Die Gründungsphase ist zu alle dem noch schwierig und etwa 90 - 95% der Nestgründungen gehen ein!
Bis etwa Mitte bis Ende Mai sollten die Wespenköniginnen nun zu ihrer Entlastung Arbeiterinnen im Staat aufgezogen haben. Bei den Hornissen ist es etwa drei Wochen Später, also meist erst Anfang Juni. Die Arbeiterinnen fliegen nun aus und versorgen zukünftig das kleine Volk. Auch in dieser Phase ist eine frühzeitige Meldung von grosser Wichtigkeit.

Beobachten und zuwarten - Geduld haben !




Von Anfang Juni bis letzte Woche Juli

29.05.2014
Knapp Anfang Juni ist dieses Nest der Sächsischen Wespe zur Umsiedlung bereit


14.06.2017
Mitte Juni ist dieses Nest (Ausnahme; ockerfarben) der Gemeinen Wespe zur Umsiedlung bereit


Die Wespenvölker gewinnen ab Anfang Juni an Stärke und wachsen heran. Bei problematischen Niststandorten ist eine Umquartierung oder Umsiedlung in diesem Stadium von einer grossen Überlebenschance begleitet. So sollte bei Nestern in Rollladenkästen, Storennischen (vor allem Deutsche Wespe und Gemeine Wespe), Gartenhäuschen, Pergola und Fenstersturtz fast immer eine Umsiedlung durchgeführt werden. In den Hohlräumen von Rollladenkasten oder Storennische können unter Umständen an der Bausubstanz und Konstruktion durch die Deutsche Wespe und Gemeine Wespen Schäden entstehen.
Bis letzte Woche Juli haben die Wespenvölker weiter an Grösse gewonnen und viel verdeckelte Arbeiterinnenbrut. Hier gabelt sich jedoch der Weg zwischen langlebigen und kurzlebigen Wespenvölkern. Während die langlebigen Völker (Gemeine Wespe und Deutsche Wespe) dem Höhepunkt zustreben, haben jene der kurzlebigen Völker (Mittlere Wespe, Sächsische Wespe, Waldwespe und Rote Wespe) diesen bereits Mitte Juli überschritten und sterben langsam ab.

Eine Umsiedlung ist möglich - Nest zugänglich ?




Anfang August bis Ende Oktober

21.10.2016
Abgestorbenes Nest der Mittleren Wespe unter kleinem Erker


26.08.2008
Abgesichertes Nest der Deutschen Wespe in einem Kniestock eines Einfamilienhauses


Die verdeckelte Arbeiterinnenbrut der langlebigen Wespenvölker beginnen schnell zu schlüpfen und die Völker fliegen regelrecht auf ihre Höhepunkte zu, welche sich um Mitte September befinden. In dieser Zeit werden für diese Wespenarten in der Regel keine Umsiedlungen mehr getätigt. Ausnahmen bilden hier akute Notsituationen, das heisst zum Beispiel, das Volk müsste zu Renovationszwecken abgetötet werden - Bedingung ist jedoch, wie für jede Umsiedlung; das Nest muss zwingend gut zugänglich sein! Diese Beurteilung sollte jeweils ein Fachmann vor Ort abklären.
In dieser Zeit werden auch vermehrt Beratungen und Absicherungen vor Ort durchgeführt, um den betroffenen Personen zu Helfen. Es ist auch festzuhalten, dass ein Nest, welches bis Ende September nicht störend aufgefallen ist, in den meisten Fällen auch problemlos bis Ende Saison am Standort verbleiben kann. Hier gilt es zu beachten, dass bei den grossen Völkern der Deutschen Wespe und Gemeinen Wespe sich des Öfteren auch Tiere durch Ritzen und Spalten in Decken und Wänden in den Innenbereich eines Raumes verirren können. Hier hilft eine lichtdichte Abdichtung. Diese kann mit Klebeband oder aus Papierwürsten bestehen, welche zum Beispiel über die Ritze geklebt oder in die Spalte gestopft werden.

Absicherung; keine Umsiedlungen mehr - Notsituation ?




Anfang November bis Ende April

09.04.2016
Abgestorbenes Nest der Deutschen Wespe in Dachstock


02.12.2015
Abgestorbenes Nest der Gemeinen Wespe in dunklem Estrich


Das Wespennest beherbergt keine Tiere mehr!
Nur selten bis nie überwintert eine begattete Jungkönigin im Stammnest - anders bei der Deutschen Wespe und Gemeinen Wespe, hier können öfters in Dachstöcken die Jungköniginnen in Nestnähe beobachtet werden. Andere Insekten nutzen jedoch das verlassene Nest als Überwinterungsquartier, wie zum Beispiel eine Vielzahl verschiedener Spinnen und Fliegen, sowie Florfliegen.
Das Nest kann bis Ende März mit dem Staubsauger aus dem Rollladenkasten oder der Storennische entfernt werden oder dort wo es in einem Zwischenboden, Dach oder einer Wand verborgen liegt verbleiben. Einzig der Zugang zum Hohlraum mit dem Nest sollte verschlossen werden. Die Öffnung soll nicht grösser als vier Millimeter sein. Lesen Sie hierzu auch auf "hornissenschutz.de" diese Seite: www.hornissenschutz.de/hornissen-im-dach.htm

Das Nest ist verlassen, das Volk verstorben - es lebe die Königin !