Hornissenschutz in der Schweiz
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Hornissen als Untermieterinnen

 
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Andi Roost
Fotos und Zeichnungen
Andi Roost
 

 

 

 

 

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher.

Bitte nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und lesen Sie genau was im ersten Teil zur Hornisse bzw. im zweiten zu den übrigen Wespen geschrieben steht. Handeln Sie nicht überstürzt, denn nach einer ersten Beobachtung ist Panik fehl am Platz und die Tötung oder Vertreibung einer einzelnen nicht lästig werdenden Königin oder die Zerstörung ihres bzw. eines Nestes, nicht angebracht!
Sie finden im Anschluss erste Tips und melden Sie anschliessend Ihre Beobachtung der Ansprechperson Ihrer Region, direkt bei "hornissenschutz.ch" per eMail oder über das Meldeformular.
Herzlichen Dank im Voraus!



Hornisse (Auffallend gross) :

Von Anfang Mai bis etwa Ende Juni

18.05.2009
Hornissenkönigin baut an ihrer Erstlingswabe im Dachstock


Vor einer einzelnen Königin brauchen wir uns nicht zu fürchten. Sie hängt sehr an ihrem Leben und flieht eher, als das sie selbiges in einen ungleichen Kampf auf' s Spiel setzen würde. Wer also eine Königin bei sich beobachtet - Hornisse oder Wespe, soll dies möglichst rasch melden. Die Gründungsphase ist zu alle dem noch schwierig und etwa 90 - 95% der Nestgründungen gehen ein!
Bis etwa Anfang/ Mitte Juni sollte die Hornissenkönigin nun zu ihrer Entlastung Arbeiterinnen im Staat aufgezogen haben. Bei den Wespen ist es etwa drei Wochen früher, also teilweise bereits Mitte Mai. Die Arbeiterinnen fliegen nun aus und versorgen zukünftig das kleine Volk. Auch in dieser kooperativer Phase ist eine frühzeitige Meldung von grosser Wichtigkeit.

Beobachten und zuwarten - Geduld haben !




Von Ende Juni bis Anfang August


Umsiedlung eines Hornissennestes aus einer Storennische


Das Hornissenvolk gewinnt ab Mitte Juni an Stärke und wächst heran. Bei problematischen Niststandorten ist eine Umquartierung oder Umsiedlung in diesem Stadium von einer grossen Überlebenschance begleitet. So sollte bei Nestern in Rollladenkästen und Storennischen immer eine Umsiedlung durchgeführt werden. In diesen Hohlräumen können unter Umständen an der Bausubstanz und Konstruktion durch die Hornissen oder Wespen Schäden entstehen.
Bis Mitte August hat das Volk weiter an Grösse zugenommen und hat viel verdeckelte Arbeiterinnenbrut. In dieser Zeit werden in der Regel nur noch abgesprochene Umsiedlungstermine wahrgenommen. Ausnahmen bilden hier Notsituationen, welche auch durch eine Absicherung keinen Erfolg versprechen.

Eine Umsiedlung ist möglich - Nest zugänglich ?




Anfang August bis Ende Oktober

26.08.2009
Geduldete Hornissen mit abgesicherter Kotstelle durch eine Stahlwanne


Die verdeckelte Arbeiterinnenbrut beginnt schnell zu schlüpfen und das Volk fliegt regelrecht auf seinen Höhepunkt zu, welcher sich um Mitte September befindet. In dieser Zeit werden in der Regel keine Umsiedlungen mehr getätigt. Ausnahmen bilden hier akute Notsituationen, das heisst zum Beispiel, das Volk müsste zu Renovationszwecken abgetötet werden - Bedingung ist jedoch, wie für jede Umsiedlung; das Nest muss zwingend zugänglich sein! Diese Beurteilung sollte jeweils ein Fachmann vor Ort abklären.
In dieser Zeit werden auch vermehrt Beratungen und Absicherungen vor Ort durchgeführt, um den betroffenen Personen zu Helfen. Es ist auch festzuhalten, dass ein Nest, welches bis Mitte September nicht störend aufgefallen ist, in den meisten Fällen auch problemlos bis Ende Saison am Standort verbleiben kann. Hier gilt es zu beachten, dass die Kotstelle bei Hornissen direkt unter der Nestöffnung liegt und daher einer Absicherung bedarf. Dazu muss die Kotstelle jedoch zugänglich sein. Dies kann in einfacher Weise mit Zeitungspapier geschehen, welches regelmässig ausgetauscht wird. Ein Eimer oder eine Wanne mit etwas Zeitungspapier auslegen und etwas Katzenstreu oder Sägespäne dazu geben und unterstellen hilft auch.

Absicherung; keine Umsiedlungen mehr - Notsituation ?




Anfang November bis Ende April


Abgestorbene Nester können im Winterhalbjahr ab Dezember entfernt werden


Das Hornissennest beherbergt keine Tiere mehr!
Nur selten bis nie überwintert eine begattete Jungkönigin im Stammnest - bei der Deutschen Wespe und Gemeinen Wespe können in Dachstöcken die Jungköniginnen in Nestnähe beobachtet werden. Andere Insekten nutzen jedoch das verlassene Nest als Überwinterungsquartier, wie zum Beispiel eine Vielzahl verschiedener Spinnen und Fliegen, sowie Florfliegen.
Das Nest kann im April mit dem Staubsauger aus dem Rollladenkasten oder der Storennische entfernt werden oder dort wo es in einem Zwischenboden, Dach oder einer Wand verborgen liegt verbleiben. Einzig der Zugang zum Hohlraum mit dem Nest sollte verschlossen werden. Die Öffnung soll nicht grösser als vier Millimeter sein. Lesen Sie hierzu auch auf "hornissenschutz.de" diese Seite: www.hornissenschutz.de/hornissen-im-dach.htm

Das Nest ist verlassen, das Volk verstorben - es lebe die Königin !