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Wespen-Umsiedlungskasten mit integrierter Fangbox

 
Herausgeber + Webmaster
Andi Roost
Fotos und Zeichnungen
Andi Roost
 

 

 

 

 

Umsiedlungskasten für (Frei- und) Dunkelhöhlennister


Die Idee zu einem separaten Wespenumsiedlungskasten, welcher sowohl für Freinister als auch für Dunkelhöhlennister verwendet werden kann, brodelte schon länger. Da die Situation bei den grösseren Nestern und Völkern der Deutschen Wespe oder der Gemeinen Wespe nie zufriedenstellend war!
Durch einen angenommenen Umsiedlungsauftrag in Beringen (SH), sah ich mich nun gezungen, den Gedanken eine Form zu geben!


2010

Aus einer Skizze wird eine Bestellliste für den Schreiner und am 26. Juli 2010 kann das gleichentags bestellte Holz abgeholt und bereits mit kleineren Arbeiten in der Werkstatt begonnen werden.



Das zugeschnittene Holz in der Werkstatt am 26. Juli 2010





In den folgenden Tagen werden alle Bretter angezeichnet, gebohrt und vormontiert. Der Kasten nimmt allmählich Gestalt an und wird auch gleich wieder demontiert und ausgebaut.



Frontansicht: Links die Fangkammer und rechts der Nestraum, wo später
das Wespennest seinen Platz haben wird; 30.07.2010

Bauweise des Wespenumsiedlungskastens :

Der Umsiedlungskasten besteht aus 3-schichtigen Fichtenbrettern, welche 19mm dick sind. Die Grundkonstruktion des Kastens ist fest verschraubt. Das Dach kann aufgeklappt und abgenommen werden, ebenso kann die Front demontiert werden. Diese wird mit Kistenverschlüssen am Umsiedlungskasten befestigt. Es sollen verschiedene Fronten zur Verfügung stehen, denn es soll ja auch eine Lichtdurchflutung möglich sein.



Das Element der Saugkammer mit abdekendem Lochgitter. Hier sei noch anzumerken, dass in dieser
Ausführung der Sog zu stark ist und die Gitterform im Winter 2010/ 2011 angepasst werden soll.



Erneute Frontansicht des komplett vormontierten Grundkastens. Noch fehlen Dach, Front, Schieber,
Sichtfenster und einiges mehr. Der Kasten bekommt ebenfalls eine identische Aufhängung,
wie die Hornissenkästen aus meiner Werkstatt.




Erster Einsatz

Nachdem der Wespenkasten 1 (WK1) in Windeseile fertiggestellt wird, kommt er sogleich zu seinem ersten Einsatz und Härtetest!


Wespenumzugskasten im Einsatz: 03.08.2010
Der erste Wespenumsiedlungskasten im Einsatz am 03.08.2010!
Der Kasten erweist sich als tauglich, doch sind noch einige Anpassungen vorzunehmen.




Winterrevision 2010/ 2011

Nachdem der erste Wespenumsiedlungskasten im Einsatz war, wird für einen zweiten gleicher Bauart Holz bestellt. Beide Wespenumsiedlungskästen werden für die neue Saison 2011 vorbereitet.
Die Arbeiten an den beiden Wespenumsiedlungskästen ziehen sich bis in den Juni 2011 hinein. Nachfoldende Bilder zeigen die Situation vom 03.04.2011!



Das Bild erinnert beinahe an jenes vom Juli 2010! Der Wespenkasten 1 bereit
zur Montage - diesmal fertig lasiert und geölt.


Wespenkasten 2 (WK2) ist ebenfalls auf bestem Weg und wird sich nur in der Frontform von WK1 unterscheiden. Die Fronten können jedoch untereinander getauscht werden oder auch an beiden eine geschlossene Front für Dunkelhöhlennister angebracht werden.



Die vormontierte Fangseite. Die Leisten für den Schieber und das Sichtfenster sind montiert,
sowie der Windkanal für den Staubsauger. Der Schieber steht in geöffneter Position.



Die rechte Seite, Rückwand und die linke Seite - mit den Leisten und der Freilassklappe -
folgen nach einander. Gut zu erkennen ist nun auch das Lochgitter mit dem Überzug aus
Fliegengitter über dem Saugkanal.



Der fast fertig montierte Wespenkasten 1. Es fehlt noch die Front und eine
Aufnahmevorrichtung für ein Wespennest!




Im Frühling 2016

Endlich ist es so weit. Die nächsten Anpassungen an den beiden Wespenumsiedlungskästen stehen an und werden Schritt für Schritt vollzogen. Einiges steht an: So soll die Front fest am Kasten verschraubt werden. Dies hat jedoch zur Folge, dass eine Tür in die Front geschnitten werden muss, um das Abfangen und Freilassen der Wespen zu kontrollieren. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Freilassklappe aufgetrennt und ein schmaler Steg entstehen muss, welcher die Tür zum Innenraum abtrennt. Zudem soll ein Einbaurahmen die Montage des geborgenen Wespennestes erleichtern !



Die Freilassklappe wird am Rande ein Streifen ...



... von ca. 25mm abgetrennt um einen festen Steg zu erhalten.



Auch die Front von beiden Wespenumsiedlungskästen kommt unter die Säge ...



... und es wird die zukünftige Tür zum Sichtfenster der Fangbox ausgeschnitten.



Erneut steht das gesamte Material zur Montage bereit und nacheinander werden
Wespenkasten 1 und Wespenkasten 2 montiert.



Die innere Fangboxseite, an welcher die Kotschräge befestigt ist und die Saugkammer links
und der Schieber rechts aufliegend zu erkennen sind.



Rückwand, rechte Seit und Kotschräge sind miteinander verbunden. Die Freilassklappe
und der schmale Steg liegen oben auf.



Schieberführung und Leisten zur Befestigung der Sichtscheibe sind montiert
und nun kann auch noch die äussere Fangboxseite verschraubt werden.



Kastenfront und Dach sind bereits befestigt. Es fehlt nur noch die Tür zur Sichtscheibe.



Blick von oben in den Kasten mit offener Freilassklappe !



Geschafft, der Kasten ist komplett und bald einsatzbereit. Noch fehlt jedoch ...



... der Einbaurahmen, welcher erst etwas später fertiggestellt wird. Nämlich ...



... vor der Umsiedlungsaktion um ein Nest der Deutschen Wespe!
Der Einbaurahmen im Einsatz am 08.08.2016



Der Einbaurahmen mit dem Nest der Deutschen Wespe eingesetzt
in den Wespenumsiedlungskasten am 08.08.2016




Erfolgreiche Saison 2017

Der Wespenumsiedlungskasten kommt in dieser Saison erneut zum Einsatz. Diesmal ist es ein Nest der Gemeinen Wespe, ebenso aus einer Storennische!



Die sieben Wabenteller mit reichlich Brut sind geborgen und im Einbaurahmen fixiert ; 30.06.2017



Von den einzelnen Wabentellern ist unter der Nesthülle nichts mehr zu sehen; 15.07.2017




Im Herbst 2018

Das Plattenmaterial für einen dritten Wespenumsiedlungskasten (WK3) ist bestellt und abgeholt. Nach und nach werden einzelne Arbeitsschritte bewältigt und Löcher angezeichnet, gebohrt und Teile des Kastens vormontiert. Zusammen mit dem dritten Kasten werden an den beiden ersten einige Anpassungen und Erfahrungen aus den vergangenen Umsiedlungen einfliessen. Umgestaltet wird z. B. die Scheiberkonstruktion und diese in Schichtbauweise gestaltet oder die Kotschräge, welche komplett verschwindet und durch ein Lochgitter ersetzt wird. Hier wird im Zuge einer Umsiedlung eine Zeitung aufgelegt, mit Kleintierstreu (Hanfstreu) oder 60mm Schafwolle bedeckt und etwa in der Hälfte des Nestraums unterm Einbaurahmen eine Weichfaserplatte eingebettet.
Die Wespenumsiedlungskästen werden fortan nur noch für die in Dunkelhöhlen nistenden Wespenarten eingesetzt.



Das zugeschnittene Plattenmaterial für den Wespenumsiedlungskasten (WK3) wartet auf die Montage



Die neue Schichtbauweise des Schiebers in geschlossenem und offenem Zustand; 01.10.2019



Der Wespenkasten 3 steht zusammen mit den anderen beiden Wespenumsiedlungskästen
für die neue Saison einsatzbereit im Schopf. Neu mit Kontrolltür und ...; 20.12.2019



... mit höher gelegenem Einstieg für die beiden Wespenarten Deutsche Wespe und
Gemeine oder Gewöhnliche Wespe mit ihren grossen Nestanlagen; 20.12.2019



Hier nun die neue geschlossene Schiebereinheit in Schichtbauweise.
Gesichert mit einer Winkelschraube und ...; 20.12.2019



... in geöffnetem Zustand ebenfalls gehalten durch die Winkelschraube; 20.12.2019