Hornissenschutz in der Schweiz
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Hornissen und Wespen Fangbox "STANDARD"

 
Herausgeber + Webmaster
Andi Roost
Fotos und Zeichnungen
Andi Roost
 

 

 

 

 

Die erste Roost'sche Fangbox


Schon längst wird in Deutschland die Staubsaugermethode erfolgreich eingesetzt. Der Abfangkasten von Herrn Robert Ripberger ist in seiner Anlehnung bei Herrn Peter Tauchert von "aktion-wespenschutz.de" und so auch an vielen weiteren Orten im Einsatz. Die eigenen Ideen zu einer solchen Fangbox gedeihen bereits einige Jahre vor der ersten Entstehung. Anfragen zur Umsiedlung grösserer Nester bzw. Völker forcierten die Ideenfindung und Entstehung einer ersten Fangbox nach den Vorstellungen von Roost.
Unterschied zwischen Wespen- und Hornissenfangbox ist einzig das zusätzliche feinmaschige Metallgitter bei der Wespenfangbox, ansonsten sind beide Boxen baugleich.
In mehreren Schritten wirde die erste Fangbox den Bedürfnissen angepasst. Z. B. von ursprünglich 400mm, wurde sie auf 300mm Länge verkürzt. In einer späteren Überarbeitung erhielten die Fangboxen eine Frontklappe mit einer verbesserten Aufnahme des Fangschlauches.




Einige Daten zur ersten Hornissenfangbox :

- Abmessung; 400x200x200mm (l x b x h).
- Der Deckel mit dem Sichtfenster lässt sich öffnen.
- Der Fangschlauch (Durchmesser 75mm) ist über eine Holzplatte an der Box befestigt.
- Zusätzliche Holzplatte zum Verschluss der Fangseite.
- Der Staubsaugerschlauch ist mit der abgesägten Düse festgeschraubt.
- Der Staubsaugerschlauch (Durchmesser 40mm) lässt sich herausdrehen.


Zusammengestellte erste Absaugeinheit 2004
Die erste Fangboxgarnitur im Einsatz bei einer Umsiedlung; 20.07.2004


Diese erste Fangbox (Fangbox 1) entsteht im Winter 2004 und kommt in der Saison 2004 zum ersten Mal zum Einsatz. Die Box hat sich bewährt, doch ist sie noch nicht ganz ausgereift. Die ersten Erfahrungen und Erkenntnisse fliessen in den Bau der Fangbox 2 im Winter 2005 ein!




Weiterentwicklung 2006

Die neue zweite Fangbox (Fangbox 2) ist kürzer und die Seite mit dem Fangschlauch dient als Freilassklappe.


Fangbox zwei im Einsatz in Solothurn 2006
Die Fangbox 2 im Einsatz bei einem Umsiedlung in Solothurn; 05.08.2006

Einige Daten zur zweiten Fangbox :

- Abmessung; 300x200x200mm (l x b x h).
- Der Deckel auf Seite Fangschlauch lässt sich öffnen (Freilassklappe).
- Der Fangschlauch (Durchmesser 75mm) ist mit einer Schlauchbride am Befestigungsflansch gesichert.
- Der Befestigungsflasch wird mit Flügelschrauben am Deckel fixiert.
- Verschlossen wird die Fangschlauchseite durch eine separate Platte.
- Der Staubsaugerschlauch (Durchmesser 40mm) lässt sich aus der Saugseite herausdrehen.



Als Einheit mit dem kleinen Staubsauger - Trisa Spicy 1400 W (Stufenlos regelbar von 350 bis 1400 Watt) - steht eine patente Lösung zur Verfügung, um mittlere und grössere Hornissen- bzw. Wespenvölker umzusiedeln.
Zusammen mit dem Schutzanzug ist es nun auch möglich, in beengten Verhältnissen sicher und behutsam zu arbeiten, ohne Gefahr zu laufen aus Versehen gestochen zu werden.




Winter 2007/ 2008

Die Umgestaltung der Fangboxen ist ein weiterer Schritt zur Perfektionierung. Nachdem in der Saison 2007 ein Zwischenfall bei der Umsiedlung 10 der Auslöser war und die Fangbox an ihre Grenzen stiess, muss etwas unternommen werden.
Als nicht mehr tragbar erwies sich der undurchsichtige Fangschlauch und der Verschluss -, bzw. Freilass Mechanismus. Im Schlauch halten sich immer wieder Arbeiterinnen fest, welche nicht gesehen werden. Zum Verschliessen der Fangseite müssen mehrere Abläufe zu gleich erledigt werden; demontieren des Fangschlauchflansches, unterschieben der Verschlussplatte und Ausschalten des Staubsaugers, damit kein Vakuum in der Box entsteht! Eine Lösung steht schon eine ganze Weile fest und ist auf den Deutschen Seiten dokumentiert.

Hier nun meine Lösungsvariante an Fangbox 2 :


Die erste der beiden Fangboxen in der Abänderungsphase. Noch Ende Jahr wird die grosse Klappe
zum Freilassen der Tiere auf einen schmalen Streifen zurecht geschnitten. Rechts hinter der Fangbox
erkennt man den neuen Stutzen zur Fangschlauchbefestigung; 29.12.2007


07. Mai 2008

Die Einzelteile sind vorbereitet und zur Montage bereit. Die Front besteht nun aus drei Teilen inkl.
Schieber und Befestigung für den Schlauch. Der Schieber hat heute noch eine Entlastungsöffnung,
damit in der Box kein Vakuum entsteht.



Die montierte Front mit verschraubtem Schlauch (Innendurchmesser 50mm und 2,5 Meter lang)
in der Gesamtansicht. Schieber und Freilassklappe offen.



Nahaufnahme des Herzstücks der neuen abgeänderten Frontseite der Fangbox 2




Zusammenbau der umgestalteten Fangbox 1 am 17.11.2008 :


Beide Fangboxen haben Ende der Saison 2008 eine Revision durchlaufen und zusätzlich einen feinen Leinölanstrich erhalten.



Auslage der einzelnen Bestandteile



Montage der Seitenwand oben und des Staubsaugeranschlusses rechts.
Hier kann der Staubsaugerschlauch, welcher mit einer konischen Muffe ausgerüstet ist,
bequem und satt eingesetzt werden.



Befestigung der unteren Seitenwand und Einschieben des Trenngitters (Fangbox 1 mit Fliegengitter,
da auch für den Wespeneinsatz vorgesehen!)




Festschrauben des Deckels mit montiertem Sichtfenster



Zusammenstellen und Verschrauben der Fangschlauchseite mit Schieber und Freilassklappe



Montierte Fangschlauchseite mit offenem Schieber



Montierte Fangschlauchseite mit geschlossenem Schieber mit Entlastungsöffnung



Abschliessend wird der Tragriemen befestigt - fertig und zum Einsatz bereit!




Einsatzprinzip der Fangboxen (Abfangkasten) :



Zwei Bilder der geöffneten Hornissenfangbox (Serienmodell) am 07.12.2018:
Durch den Anschluss des Staubsaugers auf der linken Seite (Saugkammer) wird ein Unterdruck in der
Fangbox erzeugt und die Fluginsekten durch den angeschlossenen Fangschlauch in die rechts
vom Trenngitter liegende Kammer (Fangkammer) eingesaugt.



Die Fangbox in der Freilassposition, so wie sie im Hornissenkasten stehen würde!
Die Freilassklappe ist durch ziehen an der Schnur geöffnet und die abgefangenen Fluginsekten
können in den Kasten laufen; 07.12.2018

Beide Fangboxen verfügen über denselben Staubsauger- und Fangschlauchanschluss. So ist keine Verwechslung möglich und es ist gewährleistet, dass nicht sortiert werden muss!




Die Fangbox 2 im Einsatz :

Ein typisches Bild bei einer Umsiedlung kurz vor dem Transport an den neuen Standort. Die Fangbox mit den abgefangenen Flughornissen ist in den Hornissenkasten eingestellt, die Verschlussschraube der Freilassklappe entfernt und die Zugschnur vorbereitet.


Einsatz in Eglisau (ZH), 2009
Die Fangbox einmal mehr im Einsatz bei einer Umsiedlung in Eglisau (ZH); 21.07.2009



Einsatz mit grossem Gerät bei einer Umsiedlungsaktion in Beringen (SH); 26.08.2016




Umgestaltung der Fangschlauchseite im Winter 2017 :

Durch die Neugestaltung des Anschlussflansches aus Edelstahl ist es nötig geworden die Fangschlauchseite neu zu gestalten. Die gesamte Front wird erneuert. Der Schieber erhält eine grössere Entlastungsöffnung, welche durch ein Lochblech geschützt wird. Neu gibt es nur noch eine Flügelschraube zur Befestigung und gegenüber eine fix eingedrehte Schraube. Ein Schlitz im Flansch ermöglicht hier das Einhaken in der Schraube!


Neuer Anschlussflansch am Fangschlauch
Der neue Anschlussflansch benötigt nur noch eine Flügelschraube zur Befestigung; 12.03.2017


Neuer Anschlussflansch am Fangschlauch
Die beiden STANDARD-Fangboxen sind umgestaltet und bereit für die nächsten Einsätze; 12.03.2017



Einsatz mit der Fangbox 1 mit neuem Fangschlauchflansch bei einer
Umsiedlungsaktion in Thayngen (SH); 21.08.2017