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Hornissenschutz
in der Schweiz
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Das Leben der Hornissen Mai bis Juni
Heikle Phasen überwinden und heranwachsen des Volkes
Doch geraten Völker meist erst nach ihrer Entdeckung unter Beschuss und ziehen aus, wenn sie nicht durch eine chemische Keule totbringend vernichtet werden. Kommt in einem solchen Fall die Königin zu Schaden und stirb, übernimmt eine oder mehrere ihrer Töchter das Zepter. Jedoch gehen aus einem solchen Volk nur Drohnen hervor, da eine Arbeiterin nur unbefruchtete Eier legen kann (Siehe Entdeckungen HR2 2000) aus denen sich nur männdliche
Geschlechtstiere entwickeln.
Ein verjagtes Volk von ca. 14 Arbeiterinnen und seiner Königin fand 1995 Zuflucht in einem Meisenkasten und gründet dort ein neues Nest. Rasch entwickelt sich auch hier das Nest nach seiner Umquartierung in den Hornissenkasten HK4. (Siehe auch Umsiedeln und/ oder umquartieren)
Weg vom Kasten hin zu den übrigen Nestern, welche rasch zu einer beachtlichen Grösse heran wachsen. Die Arbeiterinnen tragen an schönen Tagen mehr als 500 gr Insekten ins Nest und verfüttern sie an den hungrigen Nachwuchs. Ihren eigenen Energiebedarf tanken die Arbeiterinnen an Baumnarben, an denen süsser Baumsaft austritt. Sie selbst beherrschen das Kieferwerk des "Ringeln", das heisst, sie schneiden an jungen Ästen ringförmig die Rinde weg, bis der süsse Saft herausquillt. Ist nicht gerne gesehen, doch schadet es dem Baum keines wegs und die Narbe verheilt wieder.
Bild oben: Natürliche Narbe an einem Birnbaum, welche die Hornissen als Tankstelle nutzen.
Bild unten: Tankstelle an einer jungen Esche. Die Arbeiterinnen haben die Rinde am Zweig "geringelt".
Käfer, Fliegen, Raupen, Heuschrecken, Wespen, Bienen und zahlreiche Schädlinge in der Forst - und Landwirtschaft gehören auf die Speisekarte der Hornissen. Sie sind aus diesen Günden nicht als Schädliche, sondern als notwendige nützliche Insekten in unserem Ökosystem anzusiedeln, auch wenn noch nicht alle Zusammenhänge erforscht
und restlos geklärt sind!
Während der heissen Sommermonate geschehen einige Besonderheiten im Nest, welche ich jetzt schon bei einigen Nestern beobachtet habe. So wird die Nesthülle teilweise herausgerissen, sei es um der Hitze wegen Kühlung zu verschaffen oder nach meiner Beobachtung, zur Erweiterung der oberen Etagen zur Seite hin. Nach neun Tagen ist die Hülle des Hornissennestes1 2000 wieder intakt und zieht sich von der Rückwand bis zur Front (So geschehen bei HR1 2000).
Geschäfftig fliegen die Hornissen ein und aus, tragen Baumaterial, Nahrung, Wasser für die Larven und die Kühlung des Nestes herbei. So herrscht am Eingang zum Nest reges Treiben und jede Hornisse die hinein will, will kontrolliert sein. Eine oder mehrere Wächterinnen übernehmen diese Aufgabe.
Zwischen Mitte und Ende August beginnen die Arbeiterinnen mit dem Bau grösserer Zellen für Geschlechtstiere, Drohnen und Jungköniginnen. So werden Stockwerk für Stockwerk die
grossen Zellen durch die Königin mit unbefruchteten, aus denen sich die Drohnen, und befruchteten Eiern, aus denen sich Königinnen entwickeln, belegt. Eine neue Generation Geschlechtstiere wird grossgezogen. Sie sorgen für den weiterbestand der Art.
- 12.05.2009 aktualisiert -
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