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Der Bau eines Schaukastens
Von Zeit zu Zeit baue ich Schaukästen, in denen ich eines meiner Nester unterbringe. Nun ist es wieder einmal so weit, denn ich benötigte dringend Raum im Kasten, um ein neues Nest einzulagern. Anhand der folgenden Notizen, welche ich zum Bau verfasst habe, möchte ich ihnen beschreiben wie ich vorgegangen bin.
Am 17. November 1998 beginne ich mit dem Bau, nachdem das Nest bereits drei Jahre im Kasten gelegen hat. Vorzeitig habe ich die Balken angefertigt, um welchen sich das Nest schmiegte und ihn am Nest festgeleimt. Wie auf dem Foto schwach zu erkennen ist, habe ich auf dem grossen Brett zwei Ausnahmen skizziert.
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- Jene im Brett säge ich durchgehend, zur Ansicht des Nestes von unten, aus.
- Jene in der rechten unteren Ecke dient zur Aufnahme des Galgens, an welchem das Nest bereits hängt.
Ich trage die Ausnahme auf eine bestimmte Tiefe ab. Die Grundplatte ist bearbeitet und die Rückwand, zur Ansicht einmal aufgestellt (Bild unten). Bis auf das schmale Brett ganz rechts, leime und schraube ich die anderen drei fest. Die Ausnahme in der Rückwand ermöglicht den Blick in die Wabenstockwerke des
Nestes. Jene sind auf dem Brett rechts davon mit Bleistift aufgezeichnet. Weiter ist der Verlauf der Aussenhülle auf das Holz skizziert, um zu wissen, wo ich Leim auftragen muss.
Anschliessend lege ich das entstandene Holz - L mit der Rückwand auf ein Brett. Dieses Brett selbst liegt auf zwei Böcken auf. Den Leim aufgetragen, kommt nunmehr wohl der schwierigste Teil der Arbeit; das Aufbringen des Nestes! Ich legte das Nest auf der Plexiglasscheibe in Position. Den Galgen am richtigen Ort plaziert, ziehe ich das Plexiglas vorsichtig unter dem Nest hervor. Immer darauf achtend, dass der Leim am Holz bleibt und nicht vom Plexiglas mitgezogen wird. Gelungen! Anschliessend rücke ich das Nest noch ein Wenig zurecht und schraube den Galgen als erstes fest, danach befestige ich die Rückwand. Nun kommt die Feinarbeit. An verschiedenen Stellen trage ich etwas Leim nach, an anderen muss ich den davonrinnenden Leim
abwischen. Denn nun soll der Leim trocknen! (Bild links)
Kleine Pause...
Tags darauf schüttle und drehe ich das Nest mehrmals. Puste zwischen die Waben und sauge, was nicht herausfällt, mit dem Staubsauger heraus. Diesen Vorgang wiederhole ich so lange, bis im Nest nichts mehr raschelt!
Ich hatte das Bodenglas bereits eingesetzt, während ich die Seitenscheiben am 07. Dezember 1998 gerade erst montiert habe.
Im Laufe das Sommers 1999 habe ich die Front-, jene Scheibe in der Rückwand und die Deckscheibe montiert. Alle mit einer neuen Technik. Erst gepunktet, wie beim Schweissen und anschliessend die Naht ausgezogen.
Am 27. August 1999 ziehe ich die letzten Nähte, um die Vitrine so zum Abschluss zubringen, denn sie soll am 25./ 26. September 1999 am Trasadinger Herbstsonntag zu sehen sein.
Zur Zeit steht die Vitrine im Gewerbemuseum in Winterthur. Die Ausstellung "Materialmustersammlung" zeigt das Hornissennest und dauert noch bis 2005.
Im April 2007 konnte der Schaukasten in Winterthur nach seiner Einlagerung abgeholt werden und ist nun wieder zurück in Beringen.
Das Nest hat die Austellung gut überstanden. Nun heisst es eine kleine Aufarbeitung vorzunehmen, denn die Hornissen am Nest sind zerfallen!
Aufbewahrung der Nest
Meine Hornissennester bewahre ich in einem Kasten im Luftschutzkeller auf. Da dort fast das ganze Jahr hindurch die selbe Temperatur und Luftfeuchtigkeit herrscht, habe ich damit meine besten Erfahrungen gemacht. Ich besitze jedoch ein Nest, welches mich bis heute in Staunen versetzt, denn ohne Schutz und besondere Massnahmen hängt es nun schon seit 1992 im Keller bei verschiedenen Lichtverhältnissen, Temperaturen, Luftfeuchtigkeiten und hat noch keinen schaden genommen!
- 24.05.2009 aktualisiert -
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