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Hornissenschutz in der Schweiz

 

Übersicht Entdeckung der Nester im Speziellen

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Besonderes aus den Jahren

Zahlreiche weniger wichtige und besondere Beobachtungen habe ich gemacht und notiert.

 

Im August 1992 fand ich in einer Spechthöhle in einer Weide ein Hornissennest (HR2 1992). Bei einem Besuch Mitte September, zuvor war ich nur am Entdeckungstag dort, stellte ich fest, "dass die Hornissen für das schöne Wetter viel zu wenig flogen. Also beschloss ich bei dieser Gelegenheit das Gitter anzubringen. Eigentlich erwartete ich ein heftiges Summen am Nesteingang, was aber nicht eintraf. Ich war etwas verwundert!? Ich beschloss der Sache auf den Grund zu gehen und beobachtete am Giebel des Hauses von Fam. B. einen regen Flugverkehr. Jetzt mussten die Hornissen, des schlechten Wetters Umzugsgründung des Nestes aus der Spechthöhle; zugewandten Lage, das alte Nest nach und nach verlassen und im Estrich des Hauses ein neues Nest angefangen haben zu bauen. Ich beschloss Herrn B. zu fragen, ob ich nicht das Nest einmal anschauen könne. Er bejahte. Das Nest war schon 30 - 40 cm lang, umfasste ca. 3 -5 Wabenstockwerke und war wie J.'s Nest gebaut." (Auszüge aus meinen Notizen)

Heute weiss ich, dass es nicht der Schlechtwetterlage wegen zum Auszug kam, sondern schlicht und einfach der zu kleinen Spechthöhle die Hornissen im Estrich ein neues Nest bauten (Filialgründung). Ich persönlich bin kein Freund dieser Bezeichnung und spreche lieber von einer Neugründung oder von einem Umzug (Umzugsgründung).

 

 

Ende August des selben Jahres entdeckte ich in einem Steinkauzenkasten ein weiteres besonderes Hornissennest (HR9 1992). "Ich weiss nicht recht was ich davon halten soll, aber mich dünkt, dass ich etwas neues in dem Nest gefunden habe. Es sind dies Waben, die mit derselben Masse verschlossen worden sind wie die des Nestes. Legen sie doch Vorräte an für den Winter oder für kühlere und lange Regentage oder Wochen?"

Selbes beobachtete ich im Jahr 2002 bei HR2 2002.

Neugründung drei Tage nach umquartieren in Hornissenkasten; 01.08.1995

Neugründung HR1 1995 in meinem Meisenkasten am Haus meiner Eltern. Dabei stellte ich fest, dass die Erstlingswaben nicht an einem filigranen glasig glänzenden Stiel hingen, sondern an einem kräftigen, mit welchem die Hornissen auch die einzelnen Stockwerke verbinden. Die Königin kam mit etwa 12 - 14 Arbeiterinnen, welche die Erstlingswaben modellierten.

 

 

 

Das Jubiläumsjahr begann mit einer spektakulären Entdeckung. Das Nest HR3 1999 bestand eigentlich aus zwei Nestern. Im Vogelkasten hatte sich einst eine Königin niedergelassen und mit ihren Arbeiterinnen den Staat erbaut und Geschlechtstiere aufgezogen. Diese flogen im Herbst aus und die befruchteten Jungköniginnen überwinterten in der Umgebung. Im Frühling kehrte wohl eine Königin zurück und begann unterhalb des alten Nestes mit ihrem Bau. Jedoch hatte sie unterhalb nicht viel Raum und dürfte den Kasten aus diesem Grund bald wieder verlassen haben. Ein anderes Szenario wäre der tod der Nestgründerin.Vogelkasten mit den Nestern; 01.09.1999

Die fünf Waben und die Erstlingswaben; 01.09.1999Auf der "Jagd" entdeckte ich an einem Bienenhaus einen Vogelkasten, welcher mich förmlich anzog. Als ich mein Velo abgestellt und beim herangehen durch das Kastenloch erkannte, dass sich ein Nest im Kasten verbirgt, fühlte ich meine Instinkte ein weiteres Mal bestätigt. Nachdem ich die Seitentür entfernt hatte, erkannte ich die Richtigkeit meiner Vermutung; es ist ein Hornissennest. Behutsam zog ich die Wabenbauten heraus, doch was ich dann sah, versetzte mich in Erstaunen und Entzückung: Unter dem alten Nest hatte diesen Frühling eine Königin begonnen ihr neues Nest zu errichten!! Wäre der Raum unter dem alten Nest nur grösser gewesen, hätte ich ein weiteres bewohntes Nest gefunden. Doch hatte die Königin ihr Nest verlassen, wohl aus zu engen Platzverhältnissen. Ich werde es wohl nie erfahren...

 

Eine weitere Besonderheit entdeckte ich mit dem Hornissennest HR2 2000. Bei dessen Entdeckung suchte ich vergebens nach der Nestgründerin. Die Königin war nicht auszumachen. Erst glaubte ich an eine Umzugsgründung, doch als nach mehreren Wochen noch immer keine Königin auftaucht, las ich auf den Seiten von www.hornissenschutz.de etwas über ein drohnenbrütiges Nest. Dies traf den Nagel auf den Kopf, denn bei einem Besuch am Nest; "Dieses Völkchen hat doch eine Königin. Heute habe ich durch Beobachtung dieselbe bestummen: Sie legte gerade ein Ei in eine leere Wabe!" Es ist eine Arbeiterin, welche jedoch nur unbefruchtete Eier legen kann, welche nur die Aufzucht von Drohnen erlaubt. Deswegen auch der Name, drohnenbrütig.

 

Ausflug einer Jungkönigin vom Kasten; 14.10.2001

Ein Schauspiel besonderer Art konnte ich am 14.10.2001 am Hornissenkasten5 mit HR6 beobachten. "Ich werde zum ersten Mal Zeuge eines imposanten Schauspiels. 14.38 fliegt zwar vermutlich nicht die erste Königin aus, sondern eine weitere. Auch Drohnen sind noch im Nest und fliegen aus. Selten nicht weniger als sechs Arbeiterinnen an der Kastenfront. Hecktisches Treiben am Einflugspalt. Gerade ist ein Drohn von einer Arbeiterin attackiert worden und beide fallen zu Boden. Die Arbeiterin lässt vom Drohn ab und ich nehme ihn in die Hand. Dieser zeigt auch ein V-Zeichen auf dem Brustteil! Er scheint gestochen worden zu sein, denn ganz benommen und lahm liegt er auf dem Notizblock. Die nächste Königin... Wie es scheint ragt das Nest schon bis auf das eingelegte Heu herab, denn schon mehrmals sind Arbeiterinnen mit Abfallresten zwischen den Kiefern aus dem Kasten geflogen. Ich lasse jetzt die Hornissen alleine und fahre zu HK6... Eine weitere Königin und noch eine... Den Drohn nehme ich mit."

 

Jungkönigin im Feld: 24.10.2002

 

Auch dieses Jahr konnte ich am 24.10.2002 eine Jungkönigin beobachten. "13.20 nachem ich eine Wächterin am Eingang beobachten konnte, sind gleich mehrere Arbeiterinnen eingeflogen. Erstaundlich viel los! Da! Im angrenzenden Feld landet eine Jungkönigin. Ich springe hinein zu ihr. Ich beobachte sie, wie sie sich der Körperpflege widmet und beschliesse ein Foto zu schiessen. Währenddes landet ein Drohn nahe der Königin. Ich hole ihn heran, doch schwirrt er wieder davon und interessiert sich nicht für die Königin. Als diese sich auch noch in die Lüfte erhebt, beschliesse ich zu gehen..."

 

 

 

Endlich war es soweit und ich konnte am 19. Oktober 2006 meine erste Hornissenpaarungen verfolgen und fotografieren! Bilder hierzu sind unter "Die Hornissenpaarung" zu finden.

 

 

 

Fasziniert beobachteten wir am 10. Juni 2007 den Paarungsflug der Grossen Lehmwespe (Delta unguiculata) während eines Spazierganges. Weitere Bilder dazu unter "Gäste bei hornissenschutz.ch".

 

 

 

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- 24.05.2009 aktualisiert -


 

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